Die Erkennung von Hochbegabten beginnt bereits in der Grundschule.
Hier besteht jedoch die Gefahr, dass das Kind, das sich langweilt, eher durch Störungen und Frustreaktionen auffällt als durch besondere Leistungen. Diese kognitive Unterforderung kann (muss aber nicht) Grund für Verhaltensauffälligkeiten sein, welche wiederum zu Ablehnung in der Gruppe führen kann.
Im Gegensatz dazu zeigen junge Schüler ein hohes Mass an Motivation, starker Leistungsbereitschaft und merklichen Leistungszuwächsen, wenn sie gefordert und gefördert werden.
Da das Spektrum in der Grundschule von stark leistungsgeminderten Schülern mit kognitiven Schwierigkeiten über Hyperaktivität bis hin zu ebenjenen Hochbegabten reicht, wird hier die Erkennung Hochbegabter, gerade “verkappter”  Underachiever schwierig.
Die Erkennung eines hochbegabtes Kindes kann begleitet werden von längerfristigen Beobachtungen der Lehrkräfte.
Hier kommt eben der Grundschule eine wichtige Aufgabe zu, da die Förderung des hochbegabtes Kindes möglichst früh begonnen werden sollte, um diese Förderung möglichst zu optimieren..
So kann bereits eine vorzeitige Einschulung die erste optimale fördernde Massnahme sein, wobei die spätere Involvierung des Schulpsychologen eine weitere begleitende Massnahme, insbesondere unter Erstellung eines individuellen Förderungsplanes, sein kann.
In den Unterricht eingebaute Fördermassnahmen können hier sein.: freie Arbeit, Projektstunden oder das Einbauen der ausserschulischen Förderung in die Schulische. Stundenweise ist es möglich, das Kind am Unterricht höherer Klassen teilnehmen zu lassen.
Von einem Überspringen der ersten Schulklasse wird, von eindeutigen Hochbegabten abgesehen, meist abgeraten.
Wichtig ist es hier bereits, Zugang zu dem Kind im Rahmen seiner bereits vorhandenen Fähigkeiten zu finden. Oftmals haben jedoch mit Hochbegabten unerfahrene Lehrkräfte Angst im Umgang mit Hochbegabten. Jedoch kann die Arbeit an diesem Thema die Sensibilität hierfür steigern und auch für Lehrkräfte sehr förderlich sein.,,

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